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Deine Stimmen zählen!

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Niedersachsen möchte mit dieser Aktion auf den Wahltermin und die Dringlichkeit der Stimmabgabe aufmerksam machen.

Der Einfluss von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei Wahlen nimmt durch den demografischen Wandel immer weiter ab.

Die Menschen werden immer älter, bleiben aber immer nur den gleichen Zeitraum jung. Zudem konnte sich der Landtag bisher nicht auf die längst überfällige Absenkung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahren bei den Landtagswahlen in Niedersachsen einigen.

Umso wichtiger ist es, unsere Stimmen voll zu nutzen und am 15. Oktober 2017 den neuen Landtag mitzuwählen.

Hier findest du die jugendpolitischen Forderungen die der Landesjugendring Niedersachsen beschlossen hat:

Jugendpolitische Forderungen zur Landtagswahl 2017 in Niedersachsen

Wir haben die Spitzenkandidatin und die Spitzenkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien gefragt, was ihre jugendpolitischen Ziele für Niedersachsen sind.

Stephan Weil
Stephan WeilMinisterpräsident, Spitzenkandidat SPD
Die Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen wurden mit der Wiedereinführung des Landesjugendhilfeausschusses und der Einrichtung einer Kinderkommission deutlich gestärkt. Diesen Weg möchten wir gerne weiterführen und den Austausch mit den Jugendverbänden und Jugendringen fortsetzen.

Auf unsere Forderung einer geplanten Einführung des „Wahlalters mit 16 Jahren“ bei Landtagswahlen müssen junge Menschen auch politisch vorbreitet werden: Das Interesse an politischer Partizipation steigt umso mehr, je eher man „mitentscheiden“ darf.

Jugendarbeit leistet wesentliche Beiträge für die Zukunft der Zivilgesellschaft sowie bei Integration und Inklusion. Die stufenweise Einführung gebührenfreier Bildungswege ist ein zentraler Baustein für die SPD. Alle Bildungseinrichtungen sollen die besten Chancen zum Start in den Beruf und ein selbstbestimmtes Leben bieten.

Die zunehmende Mediennutzung bei Kindern- und Jugendlichen birgt auch Gefahren. Wir werden deshalb den Jugendmedienschutz vorantreiben und das Konzept „Medienkompetenz in Niedersachsen – Ziellinie 2020“ intensiv weiterverfolgen. Kinder und Jugendliche sollen in der Schule, in Vereinen und in der Freizeit lernen, sich vor Gefahren im Internet zu schützen. Hetze und Mobbing in den Sozialen Medien sollen stärker geahndet werden, damit Kinder und Jugendliche nicht zu wehrlosen Opfern werden.

Wir werden das bürgerschaftliche Engagement und das Ehrenamt mit der Gesamtstrategie „Wer anpackt, braucht Unterstützung“ stärken. Ab 2018 wird ein landesweites Programm mit rund einer Million Euro aufgelegt, um vor Ort dauerhaft Anlaufstellen zur Stärkung des Ehrenamts einzurichten bzw. vorhandene zu stärken.

Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit stehen für mich an erster Stelle: Es gehören vor allem mehr Ausbildungsplätze dazu, was uns auch weiterhin vor Herausforderungen stellt. Auch die Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen und die Förderung von Mobilität in ganz Europa gehören zu unseren zentralen Aufgaben.

Bernd Althusmann
Bernd AlthusmannSpitzenkandidat CDU
Die Förderung des politischen und bürgerschaftlichen Engagements von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist ein wichtiges landespolitisches Ziel. Die CDU begrüßt daher die konkreten Hinweise der jugendpolitischen Verbände und wird auch diese in ihrer konkreten Politik berücksichtigen. Wir haben diese auch im Regierungsprogramm 2017-2022 aufgegriffen.

Die CDU will die Rahmenbedingungen für das Engagement verbessern und Hürden abbauen. Über den FreiwilligenServer Niedersachsen werden wir Vorschläge sammeln und Pilotprojekte entwickeln, die der stärkeren Projektorientierung Jugendlicher sowie dem Ausbau des Online-Volunteering besser Rechnung tragen.

Mit einer landesweiten Werbekampagne und Informationsveranstaltungen an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen werden wir gezielt für gesellschaftliches Engagement begeistern. Ziel ist es, Jugendliche durch erfolgreiches flexibles Engagement auch für ein langfristiges Engagement zu begeistern.

Junge Menschen brauchen Angebote und zeitliche Freiräume für ehrenamtliches Engagement. Wir werden die Ganztagsschulen entsprechend organisieren, sodass ehrenamtliche Vereins- und Verbandsarbeit intensiv einbezogen werden kann.

Wir werden bei der Entbürokratisierung des Ehrenamtes die Chancen der Digitalisierung nutzen, damit der Aufwand für ehrenamtliche Mitarbeiter so gering und so flexibel wie möglich ist.

In vielen Bereichen geht es vor allem darum, im Dialog Verbesserungen der Jugendpolitik in Niedersachsen zu erreichen. Dafür werden wir einen Ehrenamtskoordinator einsetzen, der für die bürgerschaftlich Tätigen Projekte initiiert und ihr erster Ansprechpartner ist.

Zudem wollen wir die Verbandsarbeit stärken, z.B indem wir Anhörungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten ausbauen. Zusätzlich werden wir das Förderprogramm Generation3 fortführen und die Bildungsmittel für Jugendarbeit erhöhen.

Anja Piel
Anja PielSpitzenkandidatin Die Grünen
Wir brauchen verantwortungsbewusste und gemeinschaftsfähige, neugierige, kreative und tolerante Menschen, die ihr Leben selbstbewusst und demokratisch gestalten können.

Es gibt ein Leben außerhalb der Schule Wir setzen uns für eine Schule ein, in der alle – unabhängig von ihrer Herkunft – bestmöglich gefördert werden.

Aber es gibt auch ein Leben außerhalb der Schule. Wir schätzen den hohen Wert der Jugendarbeit und danken den Jugendverbänden und den Ehrenamtlichen für ihr Engagement und werden die Jugendarbeit weiterhin fördern: Dazu zählen eine bedarfsgerechte Erhöhung der Zuwendungen, die Verstetigung von Projektmitteln und der Abbau bürokratischer Hürden. Zudem setzen wir uns dafür ein, ehrenamtliches Engagement in Beruf und Ausbildung anzuerkennen und die Gewährung von Sonderurlaub zu erleichtern.

Daneben sehen wir öffentliche Freiräume ohne Konsumbindung wie Jugendzentren, Skateplätze und offene Treffs als wichtiges Angebot.

Kinder und Jugendliche dürfen mitreden Mitbestimmung beginnt im direkten Lebensumfeld. Daher setzen wir uns dafür ein, vor Ort in allen Bereichen, in denen Kinder und Jugendliche unterwegs oder betroffen sind, ihre Mitsprache konsequent zu stärken.

Wir stehen für eine Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre und für die konsequente Umsetzung des Jugendchecks. Natürlich müssen auch bei der Umsetzung des Jugendchecks Jugendliche und ihre Verbände beteiligt werden.

Die Vielfalt leben Die Jugend ist so vielfältig wie das Leben. Egal, welches Geschlecht, welche Herkunft, welche sexuelle Orientierung, egal, ob von Behinderungen betroffen: wir wollen, dass die Gesellschaft allen Jugendlichen gerecht wird und wir wollen, dass sich auch die Jugendpolitik und die Jugendarbeit an der Vielfalt der Jugendlichen ausrichten und die gegenseitige Akzeptanz und Toleranz fördern.

Für eine lebenswerte Zukunft Ganz besonders die Jugend wird die Folgen der heutigen Politik zu tragen haben. Wir engagieren uns für eine ökologische, gerechte und weltoffene Gesellschaft.

Stefan Birkner
Stefan BirknerSpitzenkandidat FDP
Freie Demokraten ermutigen Jugendliche sich politisch zu beteiligen und ihren Interessen Gehör zu verschaffen. Gerade in Zeiten in denen manche die Rückkehr zu Nationalismus und Abschottung predigen und andere mit rücksichtsloser Schuldenmacherei der Jugend einen riesigen Schuldenberg hinterlassen wollen, müssen jungen Menschen aktiv für ihre Rechte und Belange eintreten.

Wir Freien Demokraten setzen uns dafür ein, dass die Vielfalt der Angebote im Ganztagsunterricht erhalten bleibt. Schulen müssen weiterhin die Möglichkeit haben, Vereine und andere Externe im Ganztagsbereich einzusetzen. Dafür ist es unabdingbar, dass Lehrerstunden weiterhin kapitalisiert und für diese Angebote eingesetzt werden können.

Freie Demokraten begrüßen die Vielfalt der Jugendverbände und ihrer Projekte. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag jungen Menschen ein Forum zur Interaktion und Partizipation bereitzustellen. Dieser Beitrag von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung verdient angemessene Würdigung und ausreichende Förderung.

Schülerinnen, Schüler und Studierende sollen die Möglichkeit haben, sich ehrenamtlich zu engagieren, wobei der Schwerpunkt des Besuches einer Schule oder Hochschule aber weiterhin auf dem Erwerb von Bildung liegen muss. Der Ganztagsbereich muss aus unserer Sicht flexibel sein, so dass Eltern, Schülerinnen und Schüler einen Umfang wählen können, der ihren Bedürfnissen und Wünschen entspricht.

Freie Demokraten sehen die Vielfalt der Gesellschaft nicht als Bedrohung, sondern als Chance. Wir wollen allen Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, sexueller Orientierung oder Religionszugehörigkeit ein freies und selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

Wir Freien Demokraten fordern einen Fokus auf Medienkompetenz in den Bildungsstandards.

Wir Freien Demokraten unterstützen eine hohe Durchlässigkeit des Bildungssystems und die Stärkung der dualen Ausbildung.

Und wen kann und soll ich nun wählen?

Das können und wollen wir dir nicht sagen. Es gibt gute Gründe für die/den eine/n und gute Gründe für jemanden anders.

Viele Themen spielen eine Rolle. Leider gibt es aufgrund der Kurzfristigkeit keinen Wahl-o-maten für die Landtagswahl, aber den Wahlkompass!

Klicke jetzt auf www.niedersachsen.landeswahlkompass.de und nehme daran teil.

Was wir dir auf jeden Fall sagen können und unbedingt wollen:

DEINE STIMMEN ZÄHLEN!

Verschenke sie nicht, sondern nutze sie. Vorab per Briefwahl, im Rathaus oder eben direkt am 15. Oktober 2017 im Wahllokal.

Und einen versteckten TIPP haben wir noch: Wir wünschen uns ein menschenfreundliches, offenes, jugendgerechtes und gleichberechtigtes Niedersachsen <3