Dienstag den 01. Dezember 2009
BeraterInnen nahmen sich selbst unter die Lupe
Rubrik: Fortbildung

Im Rahmen der Langzeitfortbildung „Kollegiale Unterstützungssysteme - Kollegiale Beratung und Supervision (KoBeSu IV)“ konnten die Teilnehmenden in der 6. Themenvertiefenden Praxisgruppe (TVP) ihre beraterische Kompetenz in besonderer Weise reflektieren.

Beratungsdurchgang 1

Beratungsdurchgang 1

Beratungsdurchgang 2

Beratungsdurchgang 2

Zwei Beratungsverläufe wurden mit Hilfe von drei Videokameras aus unterschiedlichen Perspektiven aufgezeichnet. Die Aufnahmen machte Sebastian Neubauer, freier Videokünstler aus Hannover.

Das Anschauungsmaterial diente anschließend zur kritischen Analyse der beraterischen Tätigkeit und der Arbeit der Gruppenmitglieder. Die Teilnehmenden konnten für ihre beraterische Kompetenz weitere praktische Erfahrungen im Blick auf Ablaufmodelle von Kollegialer Beratung sammeln und zusätzlich Sicherheit bezüglich der Ablaufmodelle erhalten. Bei dem Ablaufmodell "KoBeSu Variante 2plus" wurden insbesondere die Rollen der Berater, Rat suchenden Person und der Gruppenmitglieder in den Fokus der Betrachtung gestellt. Kriterien für die Betrachtung waren u.a.:

  • Welche Interventionen haben die Rat suchende Person weiter gebracht?
  • Welche Methoden wurden durch den Berater bzw. die Gruppenmitglieder verwandt?
  • Welche nonverbalen Verhaltensweisen des Beraters, der Ratsuchenden Person und der  Gruppenmitglieder konnten wahrgenommen werden und was bewirkten sie?
  • Welche Theorieelemente kamen vor bzw. wurden erkannt?


In der anschließenden Auswertung unterstrichen die Mitglieder der Kursgruppe den hohen Lernzuwachs durch die Videoaufzeichnungen, da sie unmittelbar Wirkungen und Auswirkungen von Interventionen und der Kommunikation vor Augen geführt bekamen.

Die Langzeitfortbildung „Kollegiale Unterstützungssysteme Kollegiale Beratung und Supervision (KoBeSu IV)" wurde für Mitarbeitende aus der Jugend(verbands)arbeit entwickelt, die mindestens drei Jahre Praxiserfahrung haben und in ihre berufliche Praxis kollegiale Unterstützungssysteme implementieren möchten.

 

Diese Theorie-Praxis-Fortbildung bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Formen kollegialer Unterstützungssysteme kennen zu lernen, auszuprobieren und in das jeweilige Arbeitsfeld zu installieren. Alle kollegialen Unterstützungssysteme gehen davon aus, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter letztlich ExpertInnen für sich und ihre jeweilige berufliche Situation sind und bleiben.

 

Ziel dieser Theorie-Praxis-Fortbildung ist die Implementierung geeigneter Unterstützungssysteme in die berufliche Praxis der Teilnehmenden. Dieser Prozess wird kritisch reflektiert und konstruktiv begleitet. Daneben ist es Ziel, die Beratungskompetenz der Teilnehmenden zu erhöhen. Unterschiedliche Kollegiale Beratungsmodelle und die mit ihnen verbundenen Beratungsansätze sind Inhalt der Fortbildung. Sie werden erprobt und in die berufliche Praxis integriert.


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