Montag den 15. März 2010
Fachtag "Allein läuft´s nicht!"
Rubrik: Fortbildung

Fachtag zur Schnittstelle Jugendarbeit und Konfirmandenarbeit

Begrüßungs-Flipchart

Begrüßungs-Flipchart

Aufmerksame ZuhörerInnen

Aufmerksame ZuhörerInnen

Angeregte Diskussionen

Angeregte Diskussionen

Das Evangelische Landesjugendpfarramt Hannover und das Religionspädagogische Institut Loccum (RPI) hatten Hauptberufliche aus den Kirchenkreisjugenddiensten und Kirchenkreisbeauftragte für die Konfirmandenarbeit zum Fachtag „Allein läuft’s nicht!“ eingeladen, um sich über Erfahrungen und Konzepte in den beiden Arbeitsfeldern auszutauschen und  Perspektiven für gemeinsame Aufgaben und Projekte zu entwickeln.

 

Konfirmanden/innen sind Jugendliche und Jugendliche waren in der Regel Konfirmanden/innen. Was liegt da näher, als diese beiden kirchlichen Arbeitsfelder zukünftig noch mehr aufeinander zu beziehen?

 

Ein kabarettistischer Dialog per Telefon holte die 46 Teilnehmenden ins Thema. Ein Pfarramt und ein Kreisjugenddienst debattieren über  2 Fragen: - die kurzfristig benötigten Jugendleitern/innen bei einer Konfirmandenfreizeit einerseits und die Möglichkeiten für motivierte, selbst bestimmte Jugendleiter/innen in einer Gemeinde.

 

Nach einem kurzen Austausch über den eigenen Arbeitsalltag in der Arbeit mit Jugendlichen und Konfirmanden wurde an 5 verschiedenen Thesenbündel zum Thema gearbeitet.

  1. Meine Jugendlichen arbeiten nur bei mir mit! / Jugendliche entscheiden selbst, wo sie aktiv werden!
  2. Nach der Konfirmation sind sie weg! Und ich bin allein! / Alle Konfis wollen mitarbeiten! Ich weiß gar nicht wo?
  3. Wer KU erlebt hat, kann mitarbeiten! / Konfirmandenarbeit braucht ausgebildete Jugendleiter/innen.
  4. Jugendarbeit ist freiwillig!  / Teilnahme am KU ist Pflicht!
  5. Ehrenamtliche Jugendliche brauchen Räume, in denen sie Konfirmandenarbeit mitgestalten können. / Die Ehrenamtlichen sind Helfer der Hauptamtlichen!

 

In der anschließenden Diskussion ergaben sich 4 „brennenste“ Themen, zu denen am Nachmittag weiter gearbeitet und erste Perspektiven für eine Zusammenarbeit und Verknüpfung der Arbeitsfelder entwickelt wurden.

  • Wie kann die Ausbildung von Teamer/innen in der Arbeit mit Konfirmanden in der Zusammenarbeit zwischen Kreisjugenddienst und Konfirmandenarbeit aussehen?
  • Wie erreichen und motivieren wir Konfirmierte in der Evangelischen Jugend mitzuwirken?
  • Wie sehen Hauptberufliche ehrenamtliche Jugendliche? - Wie verstehen sich einerseits ehrenamtliche Jugendliche und andrerseits Hauptberufliche selbst in ihren Rollen?
  • Wie kann für Jugendliche ein Einstieg in die Jugendarbeit gelingen, angesichts der großen Vielfalt von Modellen und Formaten der Konfirmandenarbeit? Wie können wir uns mit unseren Angeboten vernetzen?

 

Fazit der Teilnehmenden des Fachtages:

  • Ein guter Austausch mit Kollegen/innen.
  • Ich bin motiviert neue Wege in der Konfirmandenarbeit zu gehen.
  • Ich habe Klarheit gewonnen für die notwendige Ausbildung und Begleitung der Teamern/innen.
  • Konfirmandenarbeit ist eine Chance für die Jugendarbeit, aber sie allein ist nicht die evangelische Jugendarbeit!
  • Die Schnittstelle Jugendarbeit – Konfirmandenarbeit muss ganz oben auf die Tagesordnung!

 

Eine Arbeitsgruppe des Landesjugendpfarramtes und des RPI wird an den Themen mit den Ergebnissen des Fachtages weiterarbeiten. Ziel ist es die Konfimandenarbeit weiter mit der Evangelischen Jugendarbeit zu vernetzen.


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