In einem einwöchigen Theoriekurs konnten sich zehn TeilnehmerInnen mit ersten Inhalten vertraut machen und die KursteilnehmerInnen intensiv kennen lernen.Die hauptberuflich Mitarbeitenden kommen entweder aus der evangelischen Jugendarbeit, sind als Mitarbeiterin einer Jugendhilfeeinrichtung (Mädchenwohngruppe), im kirchlichen Dienst in Polizei und Zoll oder als (Stadtjugend-)Pastor tätig. Sie alle verbindet, dass sie über Praxiserfahrungen verfügen und in ihre berufliche Praxis kollegiale Unterstützungssysteme implementieren möchten. Nach der Vorstellung und dem Anwenden der SOFT-Analyse, in der in verschiedenen Durchgängen entweder die Rolle der Moderatorin bzw. des Moderators oder die eines Klienten übernommen wurde, konnten der Ablauf betrachtet und Hinweise für die anschließende Reflexion gegeben werden. Neben dem persönlichen Kennen lernen bildete der Austausch über die augenblicklichen Beratungsverständnisse einen Schwerpunkt der inhaltlichen Auseinandersetzungen. Nach einem Kurzreferat „Was ist Beratung? Was ist „Kollegiale Beratung“? wurden zur Visualisierung Skulpturen gestellt und daraus Merkmale für Kollegiale Beratung gesammelt. Gleichzeitig wurde der Frage nachgegangen wozu „Kollegiale Beratung“ nicht zu gebrauchen ist. Die Auseinandersetzung mit offenen und geschlossenen Fragen sowie einer Beratungsethik schlossen sich an. Begleitende Übungen wurden in Partnerarbeit organisiert. Dabei wurde auch das kollegiale Unterstützungsmodell „Tandemarbeit“ eingeführt, die Ziele und die Struktur dieser Arbeitsweise erläutert. Die Zweier-Tandems planten anschließend ihre Arbeit und verhandelten im Plenum über die Verteilung der Referate bzw. Präsentationen im Rahmen der Langzeitfortbildung KoBeSuIV. Als Grundlage für die Kollegialen Beratungen diente das "Kollegiale Beratungsmodells in 9 Schritten / Variante 2plus“ nach Neubauer/Roscher, das aufgrund seiner Klarheit und logischen Struktur schnell zu verstehen und anzuwenden ist. Die Vorgehensweise innerhalb des Beratungsprozesses war allen transparent, was entscheidend dazu beitrug, dass Beratungen nicht hierarchisch, sondern auf gleicher Augenhöhe von Beraterinnen und Rat suchender Person stattfanden. Die Rollen von Moderation, Beratenden und Ratsuchender Person rotierten von Mal zu Mal. Natürlich war es nicht so, dass die Rat suchende Person immer eine „Lösung“ gefunden hat – vielmehr hat sich ihr Blickwinkel erweitert oder am Ende sogar die Fragestellung grundlegend verändert. In einigen Fällen haben die Rat suchenden Personen in der Beratung konkrete Handlungsstrategien entwickelt und alternative Verhaltensoptionen für die entsprechende Praxis durchdacht. In jedem Fall gab es ein Forum, das Rückendeckung und Rückversicherung – „psychische Sicherheit“ – gegeben und somit unterstützend gewirkt hat. Diese Theorie-Praxis-Fortbildung bietet die Möglichkeit unterschiedliche Formen kollegialer Unterstützungssysteme kennen zulernen, auszuprobieren und in das jeweilige Arbeitsfeld zu installieren. Die Reflexion des eigenen Beratungsverständnisses, der ethischen Bezugsgrößen und der eigenen Beratungskompetenzen sollen gefördert werden. Eine fundierte Kenntnis über die inhaltlichen, strukturellen und persönlichen Voraussetzungen und Bedingungen für den gewinnbringenden Einsatz von kollegialen Beratungsmodellen in der beruflichen Praxis soll vermittelt werden. Damit will diese Fortbildung zur Qualitätssicherung der jeweiligen beruflichen Praxis der TeilnehmerInnen beitragen. Eine ergebnisreiche und intensive Woche ging zu Ende, entsprechende Grundlagen für eine facettenreiche Weiterarbeit wurden gelegt, bei der sowohl Spaß als auch Ernsthaftigkeit ihren Platz hatten und zukünftig haben werden. Zur Bilderegalerie |
|
|
|||||||
|
|
||||||
|
|
TYPO3 | ||||||












Zeige Ergebniss(e) 1 bis 1 von 1