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Mittwoch den 13. Dezember 2006
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Alle Akteure auf der Bühne

Jens Müller, Landesjugendkammer Braunschweig

Bekanntgabe der 14 Forderungen Wencke Breyer (re.), Landesjugendkammer Hannover

Übergabe der Forderungen an Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann
Und diese Perlenketten-Veranstaltungen standen auch im Mittelpunkt der Revue "Perlen, Profis und Paniertes": Stellvertretend für die vielen überwiegend ehrenamtlich organisierten Veranstaltungen im Rahmen von Jugend2006 hatten sieben Projekte die Möglichkeit, ihre Aktion vorzustellen. Mit Videoclips, Sketchen, Interviews und bunten Aktionen auf der Bühne präsentierten sie mit viel Engagement und Kreativität ihre Arbeit und zeigten, wie lebendig und bunt Jugendarbeit in Niedersachsen ist. Jugendleiter-innen einmal Danke zu sagen – darum ging es bei dem Juleica-Sommerfest, das die Region Hannover und der Regionsjugendring im Rahmen von "Jugend2006" veranstaltet haben. Die JugendAktion Natur- und Umweltschutz (Janun) setzte sich im Rahmen ihres Herbstspektakels kritisch mit den G8 auseinander und präsentierten ihre Ergebnisse im Rahmen einer "Pressekonferenz" und auch die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Niedersachsen e.V. (AEJN) setzte sich im Rahmen von Jugend2006 und ihrem "Jugendsozialgipfel" mit Fragen der sozialen Gerechtigkeit auseinander. Die dabei erarbeiteten Forderungen überreichten sie nun der Niedersächsischen Sozialministerin, Mechthild Ross-Luttmann.
Für dem Gesamtrahmen um die einzelnen Revue-Präsentationen und das weitere Programm sorgte "WildwuX", die Jugendtheatergruppe des Bundes der Deutschen PfadfinderInnen (BDP): Aus einem Fernsehstudio heraus "schalteten" die professionell auftretenden Laienschauspieler-innen zu den einzelnen Beiträgen und rundeten die Revue mit drei Sketchen ab.
Nach diesem furiosen Auftakt der Veranstaltung blickte Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmannauf das "Jahr der Jugend" zurück. In ihrer Rede hob sie insbesondere das ehrenamtliche Engagement in der Jugendarbeit und deren herausragenden Leistungen im Jahr der Jugend und für die Gesellschaft hervor. Zugleich sicherte sie zu, dass die Jugendarbeit auch zukünftig durch das Land gefördert würde. Schließlich dankte sie auich dem Landesjugendring Niedersachsen für die übernommene Projektkoordination für "Jugend2006."
Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, der Leiter der Deutschen Jugendinstituts, zeigte in seiner Rede das Spannungsfeld auf, in dem sich Jugendarbeit zurzeit befindet: Zwischen dem professionellen Selbstanspruch und den gesellschaftlichen Anforderungen. Anhand von vier Thesen machte er deutlich, welchen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen sich auch die Jugendarbeit nicht verschließen dürfe, um auch zukünftig eine relevante gesellschaftliche Größe oder ihre Bedeutung sogar noch ausbauen zu können.
In dem anschließenden Politik-Talk mit den jugendpolitischen Sprecher-inne-n des niedersächsischen Landtags zogen diese eine insgesamt positive Bilanz des Jahres der Jugend, wiesen aber auch auf einige kritische Punkte hin – insbesondere die Oppositionsparteien kritisierten die Auflösung des Landesjugendamtes ohne eine Beteiligung der Träger. Britta Siebert (CDU), Michael Albers (SPD), Christian Dürr (FDP) und Meta Janssen-Kuzc (Grüne/Bündnis90) zeigten sich beeindruckt von den vielfältigen Leistungen der Jugendarbeit, sicherten auch für die Zukunft ihre Unterstützung zu und skizzierten die jugendpolitischen Schwerpunkte ihrer Fraktionen und konkrete Vorhaben für 2007. Britta Siebert sieht Jugendpolitik als wichtige Querschnittsaufgabe durch alle Ressorts. Für Michael Albers hat die Stärkung des Ehrenamtes und der Kampf gegen Rechtsextremismus Priorität und Meta Janssen-Kuzc wünscht sich eine stärkere Beteiligung von Jugendlichen. Dazu wollen die Grünen im kommenden Jahr in Eigenregie "eine Art Jugendforum" durchführen. Für Christian Dürr schließlich ist Generationengerechtigkeit ein zentrales Thema.
Zum Abschluss der Veranstaltung enthüllte die Sozialministerin schließlich einen Wandkalender für 2007 mit ausgewählten Motiven aus den zentralen Veranstaltungen von "Jugend2006". Diesen Kalender konnten alle Gäste der Abschlussveranstaltung mit nach Hause nehmen. Die an Jugend2006 beteiligten Partner bekommen ihn in Kürze auch per Post zugeschickt.
Die 14 Forderungen des Jugendsozialgipfels vom 11.11.2006 als
pdf-datei
Selbstentpackende Datei (exe 5,0 MB) der 44-seitigen Dokumentation des Jugendsozialgipfels für
PC
Datei (zip 5,0 MB) der 44-seitigen Dokumentation des Jugendsozialgipfels für
Macintosh
Video-clip (Bilder vom Jugendsozialgipfel 5,1 MB; 1.46 Min)