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Dienstag den 06. September 2011
Von: Jan-Hinnerk Scholljegerdes
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 Bilder: Jan-Hinnerk Scholljegerdes
Zur Zeit laufen die ersten Planungen für das Workcamp in Südafrika auf Hochtouren. Im Frühjahr 2012 findet zunächst das 18. Internationale Workcamp in Bergen-Belsen statt. Insgesamt werden wieder ca. 70 Teilnehmer aus neun Nationen erwartet. Im Herbst 2012 sollen dann alle Delegationen nach Südafrika reisen, um einen thematischen Bogen zwischen Holocaust, Nationalsozialismus und Apartheid zu schlagen. Über allen diesen Systemen steht die Frage der Menschenrechte. Es soll ermöglicht werden, dass die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Systeme analysieren, Unterschiede und Parallelen aufzeigen und Schlüsse für die eigene Gegenwart und Zukunft daraus ziehen können. In Anlehnung an die internationalen Workcamps in Bergen-Belsen soll in verschiedenen Arbeitsgruppen mit Jugendlichen gearbeitet werden: So z.B. in Zeitzeugengesprächen die Vergangenheit und Gegenwart verbunden werden, im Archiv des Nelson Mandela Museums gearbeitet werden, durch praktische Arbeiten historische Orte restauriert und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden, (als eine Idee: das „round-house“ -die Lehmhütte, in der Nelson Mandela mit seinem Bruder aufwuchs-) oder durch Kunst und Musikgruppen die Geschichte der Apartheid in die eigene Zukunft eingetragen werden und so der Austausch zur Menschenrechtsfrage ermöglicht werden. Bei einem vom CVJM Landesverband Hannover ausgerichteten Abendessen gab es reichlich Gelegenheit zu gemeinsamen Gesprächen. Der CVJM-Vorsitzende Eckhard Wassmann unterstrich in seiner Begrüßung die Ehre des Besuchs für den Jugendverband. Auch durfte ein christliches Lied zum Essen nicht fehlen. Der südafrikanischen Delegation konnte anschaulich sowohl das geplante Projekt in Südafrika als auch die Jugendarbeit in Bergen- Belsen im Rahmen des Landesjugendringes Niedersachsen präsentiert werden. Die Partnerschaft zwischen dem Nelson-Mandela-Museum und dem Anne-Frank-Haus wurde von Premierministerin Kiviet in ihrer Rede zu den Gästen in Oldau als zukunftsträchtiges Modell für die Menschenrechtspädagogik gelobt. Der Tag begann aber schon am Vormittag bei einem gemeinsamen Empfang beim niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister, der zugleich neben Friedensnobelpreisträger Bischof Desmond Tutu die Schirmherrschaft für das Workcamp übernommen hatte. McAllister betonte die Wichtigkeit des Workcamps und wünschte dem Projekt einen weiteren guten Verlauf. Nach dem Besuch im Gästehaus der Landesregierung fuhr die Delegation nach Bergen-Belsen und wurde vom Geschäftsführer der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten Dr. Habbo Knoch durch die Ausstellung geführt. Die südafrikanische Delegation legte zum Abschluss einen Kranz an der Inschriftenwand nieder. Die Premierministerin und ihre Delegation zeigte sich tief bewegt von der Geschichte in Bergen-Belsen und der Jugendarbeit dort und im Anne-Frank-Haus in Oldau. Länger als das Protokoll es vorsah blieb die Delegation und erlebte einen schönen gemeinsamen Abend. Eine wunderbare Begegnung.
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