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Dienstag den 09. Juni 2009
Rubrik: Fortbildung
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Material für die Einstiegsrunde

Gegenseitige Informationen zur beruflichen Situation

Nachdenklich: Ilka Klockow

Musikbegleitung: Thorsten Rademacher
Kollegiale Unterstützungssysteme sind innerhalb von Kollegialer Beratung sowohl für die eigene Reflexion der Arbeit als auch in der praktischen Umsetzung mit beruflichen Zielgruppen von großem Nutzen. Die Verknüpfung von Theorie und Praxis innerhalb der Langzeitfortbildung „KoBeSu IV“ wurde im Zuge der 3. Themenvertiefenden Praxisgruppe (TVP) geplant und erste Umsetzungsschritte realisiert.
Für das vermittelte und erprobte Phasenmodell „Kollegiale Beratung Variante 2plus“ waren die Arbeitsmaterialien, Methodenkarten und Schaubilder herzustellen und den anderen KursteilnehmerInnen zu präsentieren. Darüber hinaus stellen sich die Teilnehmer des Kurses gegenseitig vor wie sie beabsichtigen eine lokale Beratungsgruppe einzurichten und die erste Zusammenkunft der Gruppe vor Ort zu organisieren. Wesentliches Ziel der Langzeitfortbildung ist es neben der Theorievermittlung konkrete Erfahrungen im beruflichen Alltag mit Formen der Kollegialen machen zu können. Die Fragen „Wie erreiche ich meine Zielpersonen?“, "Wo will ich mit wem die Variante 2plus in die berufliche Praxis implementieren?“ und „Was passiert wenn nichts passiert?“ waren drei Fragestellungen, die reflektiert und in denen unterschiedliche Vorgehensweisen der einzelnen KursteilnehmerInnen deutlich wurden. Auch diese offene Form des Voneinanderlernens bietet große Chancen das eigene Handlungs- und Methodenrepertoire zu erweitern. Gespannt sind alle KursteilnehmerInnen darauf welche Erfahrungen bei der nächsten Zusammenkunft für die weitere Auseinandersetzung und Reflexion mitgebracht werden.
Die praktische Beratungspraxis kam ebenfalls nicht zu kurz. Das Phasenmodell „Kollegiale Beratung Variante 2plus“ wurde erneut in mehreren Durchgänger erprobt,um die Praxiserfahrungen mit dem Modell weiter zu intensivieren. Alle Kursteilnehmer haben zwischenzeitlich Erfahrungen mit den unterschiedlichen Rollen der ratsuchenden Person und der BeraterInnen und sind gut gerüstet ihre Kenntnisse in örtliche Gruppen einzubringen.
Diese Theorie-Praxis-Fortbildung bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Formen Kollegialer Unterstützungssysteme kennen zu lernen, auszuprobieren und in das jeweilige Arbeitsfeld zu installieren.
Alle kollegialen Unterstützungssysteme gehen davon aus, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter letztlich ExpertInnen für sich und ihre jeweilige berufliche Situation sind und bleiben.
Ziel dieser Theorie-Praxis-Fortbildung ist die Implementierung geeigneter Unterstützungssysteme in die berufliche Praxis der Teilnehmenden. Dieser Prozess wird kritisch reflektiert und konstruktiv begleitet. Daneben ist es Ziel, die Beratungskompetenz der Teilnehmenden zu erhöhen.
Unterschiedliche Kollegiale Beratungsmodelle und die mit ihnen verbundenen Beratungsansätze sind Inhalt der Fortbildung. Sie werden erprobt und in die berufliche Praxis integriert.
Alle kollegialen Unterstützungssysteme setzen bei den Ressourcen der Beteiligten an:
- Es gilt, die eigenen fachlichen und persönlichen Ressourcen (wieder) zu entdecken und gezielt einzusetzen.
- Es gilt, die organisatorischen, institutionellen, inhaltlichen und finanziellen Ressourcen des Arbeitsfeldes zu eruieren und effektiv mit ihnen zu arbeiten.