Zur Aktion: Entstehung, Hintergrund
Seit 1976 gibt es in der Passionszeit die Aktion "Vier Wochen ohne" der Evangelischen Jugend der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Unter dem Motto "Verzicht: ein Gewinn" wurde zunächst "Verzicht auf Alkohol oder Süßigkeiten" thematisiert. Seit 1990 ist die Aktion niedersachsenweit auf der Basis der aejn mit dem Slogan "Gegen den Trend" etabliert.
Zur Themenauswahl: Die Aktion und ihr Thema
DerAnstoß liegt weiterhin in der Bereitschaft, vorhandene Verhaltensmuster und Einstellungen, wiederkehrende und vielleicht geliebte Gewohnheiten auf ihre Bedeutung für die eigene Lebensgestaltung hin zu überprüfen. Und zwar durch Verzicht, freiwillig - alleine oder gemeinsam. Gedanken und Anregungen sind immer auch an die eigenen Reihen gerichtet. "Gegen den Trend" soll ein Erkennungszeichen sein, gegen Egoismus, gegen den Einsatz von Ellenbogen, gegen das nur Haben-Wollen, gegen Selbst-Überheblichkeit, gegen Hass und Feindschaft. "Gegen den Trend" ist zugleich für die anderen, für das Miteinander, für Partnerschaft und Fairness.
Die Arbeitshilfe und ihre Zielgruppen
Mit der Arbeitshilfe ist eine offene Zielgruppe von Jugendlichen (ab 5.Klasse, RealschülerInnen, Haupt-und BerufsschülerInnen, AbiturientInnen) in den Blick genommen, Einzelthemen oder Unterthemen werden aufgenommen, aufgegriffen und weiter entwickelt. Die Entfaltung der Einzelthemen ist jedoch nicht schematisch, sodass nacheinander alleSchulformen gleichmäßig angesprochen werden; dies ist von den Materialien, den Themen und auch von dem Verfasser/der Verfasserin (und seiner/ihrer Einbindung in den jeweiligen Bereich der schulischen oder außerschulischen Jugendarbeit) abhängig. Dies ist hoffentlich ein Reiz der Arbeitshilfe, sie schafft einen Zugang von verschiedenen Seiten, hat aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Thematische Chronologie:
1992: 40 Tage ohne – Verzicht ein Gewinn
1993: Gewalt - gewaltfrei leben
Inder Reflexion der Kampagne, ausgehend von der Fastenaktion 1993 mit demThema "Gewalt", wurde spätestens zu diesem Zeitpunkt deutlich, dass die thematische Behandlung eines Themas nicht auf die Fastenzeit begrenzt sein konnte. Von daher gab es die Anregung, sich mit dem vorgeschlagenen Thema auch zu anderen Zeiten des (Kirchen-)Jahres zu beschäftigen.
1994: Wettstreit statt Feindschaft
1995: Fasten und Teilen
Ziel war es aber wiederum, eine Arbeitshilfe zu entwickeln, in der Vorschläge für Aktionen, Gruppenstunden oder anderweitige Anregungen für Unterrichtsstunden enthalten sind.
1996: Kick, Fun & Thrill
1997: Surfen in die Zukunft
1998: Erfolgreich leben
1999: Navigation braucht Orientierung
Wiederum konnten den Schulen in Niedersachsen die Materialien kostenlos übersandt werden, weil erneut eine finanzielle Unterstützung durch das Niedersächsische Kultusministerium gegeben wurde: Seit 2000 keine Zuwendungen des Landes mehr.
2000: Von Helden und anderen Lichtgestalten
2001: Zwischen Begeisterung und Gewalt
2002: Respekt
2003: Echt cool
2004: Träume - Zukunft – Leben
Der 7-er Schritt wurde bei dem Gegen den Trend-Heft 2004 "Träume - Zukunft- Leben" ins Leben gerufen und sorgt dafür, dass alle Einzelbeiträge ein gleiches schematisches Gerüst haben. Ziel hierbei ist, den Lesern einen schnelleren Zugang zum Text und der Arbeitshilfe zu ermöglichen. Hintergrund hierfür wiederum ist die Erfahrung, dass gern Einzelbeiträge herausgenommen werden, um sie gezielt für die Praxis zu nutzen. Diese Vorgehensweise findet sich häufig bei Projektwochen, Gottesdiensten, im Religionsunterricht, JuLeiCa-Schulungen oder beim thematischen Teil einer Freizeit.
2005: Frag mal Deine Eltern! (thematische Anlehnung an das Kirchentagsmotto 2005 in Hannover: "Wenn Dein Kind Dich morgen fragt")
Mittlerweile ist der 7-er Schritt auch weiter entwickelt worden. Er sieht wie folgt aus:
- Erste Einfälle zum Thema
- Was sagen andere? (Fundsachen, Assoziationen, Kontexte)
- Zuspitzung - Thema entfalten unter einem Blickwinkel
- Farbe bekennen (Meinungen, Überzeugungen, Ideen aus der Sicht des Verfasserin, des Verfassers)
- Transfer, Vermittlung, Umsetzung (Projektbeschreibungen, Praxisbeispiele, Gottesdienstentwürfe, Gruppenstunden, Stunden-Entwürfe)
- Theologische Betrachtung
- Weiterführende Fragestellung
- Materialien u. Literatur
2006: Ich - alles - sofort!?
2007: EINS – ZWEI – GRUPPE!
2008: Für andere und für mich (Band 1)
2009: Für andere und für mich (Band 2)
2010: Soziale Gerechtigkeit - Gesellschaft im Wandel
Kooperationsangebot: außerschulische und schulische Arbeit - Verteiler:
Alle Niedersächsischen Schulen (ab 5. Klasse, aktuell 1.400) SchulpastorInnen, Berufsschulpastoren, -diakone, Kreisjugenddienste und Kirchenkreisjugendpastoren, Jugendbildungsstätten, Mitgliedsverbände Ljr und HA-Vertreter, öffentliche Jugendpflegen (Orts-, Gemeinde-, Stadt- und Kreisjugendringe), Landesjugendpfarrämter und Landesjugendringe in der Bundesrepublik Deutschland, KLV und JPB, aejn-e.V.-Mitgliedsverbände und -Jugendbildungsstätten und Jugendzentren, Ausschuss für Soziales, Fraktionen Nieders. Landtag, Bildungsreferenten, Jugendausschuss der Landessynode, Landesbeirat für Jugendarbeit, Landesjugendkammer, Landespressekonferenz, Superintendenten und Landessuperintendenten, Einzelpersonen.
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